SortenMonstera
MonsteraVariegata

Monstera Mint Variegata

Monstera deliciosa 'Mint'

Mintgrüne statt weiße Panaschierung – eine der teuersten Monstera-Formen.

Schwierigkeit

Mittel

So erkennst du sie

Verwechslungsgefahr

Von Albo durch die Farbe unterscheidbar: Albo ist reinweiß, Mint blassgrün. Nicht mit lichtbedingt blassen Blättern verwechseln – Mint ist scharf abgegrenzt.

Bleibt die Zeichnung? (Chimäre – nicht stabil)

Die Pflanze besteht aus zwei genetisch verschiedenen Zellschichten: einer, die Chlorophyll bildet, und einer, die es nicht kann. Welche Schicht in ein neues Blatt gerät, entscheidet sich bei jedem Austrieb neu. Deshalb ist keine Zeichnung garantiert – dieselbe Pflanze kann komplett grün weiterwachsen (Reversion) oder rein weiße Blätter bilden, die keine Energie liefern und die Pflanze schwächen.

Worauf es beim Kauf ankommt

Beim Kauf zählt der Trieb, nicht das schönste Blatt: Ein Steckling erbt die Zeichnung nur, wenn das Auge, aus dem er treibt, beide Zellschichten enthält. Ein weißes Blatt am Steckling ist kein Beleg dafür.

Pflege in Kürze

Wie Albo: sehr helles indirektes Licht, luftiges Substrat, mäßig gießen.

Woher sie kommt – und was daraus folgt

Wie alle Formen von M. deliciosa: Liane aus Mittelamerika, die zum Licht klettert. Die minzgrüne Zeichnung entsteht dadurch, dass das betroffene Gewebe Chlorophyll nicht vollständig ausfallen lässt, sondern vermindert bildet.

Botanische Einordnung

Akzeptierter NameMonstera deliciosa Liebm.
SorteMint‘ – gärtnerische Auslese, kein botanischer Rang
ErstbeschreibungVidenskabelige Meddelelser fra Dansk Naturhistorisk Forening 1: 19 (1849)
Statusakzeptierte Art
Natürliche VerbreitungMexiko (Veracruz, Oaxaca, Chiapas) bis Guatemala
Lebensraumfeuchte Tropen
WuchsformLiane
Gut zu wissen

„Borsigiana“ ist keine eigene Art: Monstera borsigiana gilt botanisch als Synonym von M. deliciosa. Der im Handel behauptete Artunterschied existiert botanisch nicht – Unterschiede in Blattgröße und Internodien liegen innerhalb der natürlichen Bandbreite und hängen stark vom Alter der Pflanze ab.

Quellen. Botanische Angaben aus Plants of the World Online, Royal Botanic Gardens Kew (Stand 26.07.2026). Grundlagen zu Chimären und ihrem Verhalten in der Gewebekultur: Texas A&M University, Plant Chimeras in Tissue Culture. Weiterführend: Aroidpedia
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