Philodendron Pink Princess
Dunkelgrün bis fast schwarz mit rosa Sektoren – echte, stabile Panaschierung.
Mittel
So erkennst du sie
- Sehr dunkles, glänzendes Grün, oft mit weinrotem Schimmer
- Rosa Bereiche unregelmäßig: Spritzer, Sektoren, halbe Blätter
- Blattform länglich-herzförmig, Stiele oft rötlich
- Jedes Blatt unterschiedlich gezeichnet
Verwechslungsgefahr
Wichtigste Abgrenzung: „Pink Congo" – dort sind ganze Blätter gleichmäßig rosa, die Farbe verschwindet nach Monaten. Faustregel: gleichmäßig = verdächtig, chaotisch = echt.
Bleibt die Zeichnung? (Chimäre – nicht stabil)
Die Pflanze besteht aus zwei genetisch verschiedenen Zellschichten: einer, die Chlorophyll bildet, und einer, die es nicht kann. Welche Schicht in ein neues Blatt gerät, entscheidet sich bei jedem Austrieb neu. Deshalb ist keine Zeichnung garantiert – dieselbe Pflanze kann komplett grün weiterwachsen (Reversion) oder rein weiße Blätter bilden, die keine Energie liefern und die Pflanze schwächen.
Beim Kauf zählt der Trieb, nicht das schönste Blatt: Ein Steckling erbt die Zeichnung nur, wenn das Auge, aus dem er treibt, beide Zellschichten enthält. Ein weißes Blatt am Steckling ist kein Beleg dafür.
Pflege in Kürze
Helles indirektes Licht fördert die Rosaanteile. Zu dunkel führt zu überwiegend grünen Blättern. Kletterhilfe und luftiges Substrat.
Woher sie kommt – und was daraus folgt
Die Stammart klettert in kolumbianischen Feuchtwäldern an Bäumen hoch. Kletternde Aronstabgewächse bilden mit Halt größere Blätter aus – ohne Stütze bleibt die Pflanze im Jugendstadium mit kleinen Blättern.
Botanische Einordnung
| Akzeptierter Name | Philodendron erubescens K.Koch & Augustin |
|---|---|
| Sorte | ‚Pink Princess‘ – gärtnerische Auslese, kein botanischer Rang |
| Erstbeschreibung | Index Seminum (Berlin) 1854 (App.): 6 (1855) |
| Status | akzeptierte Art |
| Natürliche Verbreitung | Kolumbien |
| Lebensraum | feuchte Tropen |
| Wuchsform | Kletterpflanze |
Pink Princess, White Knight und White Wizard sind Auslesen bzw. Züchtungen auf Basis dieser einen Art aus Kolumbien – keine drei verschiedenen Arten. Das erklärt, warum ihre Pflegeansprüche praktisch identisch sind.
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