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Spinnmilben und Thripse an seltenen Pflanzen bekämpfen

6 Min Lesezeit

Feine Gespinste oder silbrige Sprenkel? So wirst du die häufigsten Schädlinge los.

Das Wichtigste in Kürze

Spinnmilben lieben trockene Luft und hinterlassen feine Gespinste, Thripse silbrige Sprenkel und schwarze Kotpunkte. Beide werden fast immer eingeschleppt. Wirksam ist eine Kombination aus Isolation, mechanischem Entfernen und mehrfacher Behandlung im Abstand weniger Tage.

Früh erkennen zahlt sich aus

Spinnmilben sind winzig und sitzen bevorzugt auf Blattunterseiten. Erste Anzeichen sind feine helle Sprenkel auf der Blattoberseite und später zarte Gespinste in Blattachseln. Thripse hinterlassen silbrig glänzende, wie abgeschabt wirkende Stellen und kleine schwarze Kotpunkte. Beide vermehren sich sehr schnell – je früher du eingreifst, desto einfacher ist die Bekämpfung.

Neuzugänge isolieren

Der weitaus häufigste Weg in die Sammlung führt über neu gekaufte Pflanzen. Halte jede neue Pflanze ein bis zwei Wochen räumlich getrennt und kontrolliere sie regelmäßig, besonders die Blattunterseiten. Diese eine Gewohnheit verhindert die meisten größeren Befälle – und ist deutlich weniger Aufwand als eine Sammlung durchzubehandeln.

Mechanisch beginnen

Dusche die befallene Pflanze zunächst gründlich ab, inklusive Blattunterseiten. Das entfernt einen großen Teil der Tiere und Eier rein mechanisch und reduziert den Druck erheblich. Stark befallene, ohnehin geschädigte Blätter kannst du entfernen und im Hausmüll entsorgen, nicht im Kompost.

Behandeln und wiederholen

Anschließend mit einem geeigneten Mittel behandeln – etwa auf Basis von Kaliseife oder Neemöl – und dabei alle Blattunterseiten, Stiele und Blattachseln benetzen. Entscheidend ist die Wiederholung: Die meisten Mittel wirken nicht gegen Eier. Eine Behandlung allein reicht deshalb nie; im Abstand von etwa fünf bis sieben Tagen mehrfach nachbehandeln, um nachschlüpfende Tiere zu erwischen.

Vorbeugen

Höhere Luftfeuchte erschwert Spinnmilben die Vermehrung erheblich – der wirksamste dauerhafte Hebel. Stelle Pflanzen nicht zu dicht, damit sich Befall nicht sofort ausbreitet, und kontrolliere gestresste oder trocken stehende Pflanzen besonders aufmerksam. Sie werden zuerst befallen.

Besonderheit bei Variegata

Panaschiertes Gewebe ist dünner und weniger widerstandsfähig; Schäden fallen dort schneller und stärker auf. Gleichzeitig verträgt es Behandlungsmittel schlechter. Dosiere vorsichtig, teste an einem Blatt vor und behandle nie in praller Sonne.

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