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Alocasia richtig pflegen

6 Min Lesezeit

Alocasien gelten als zickig. Mit den richtigen Bedingungen sind sie aber gut beherrschbar.

Das Wichtigste in Kürze

Alocasien brauchen konstante Wärme, hohe Luftfeuchte und ein luftiges, gleichmäßig feuchtes Substrat. Ihre Winterruhe als Knolle ist normal und kein Grund zur Sorge. Wer diese Punkte kennt, verliert deutlich weniger Pflanzen.

Der Ruf der Diva – und was dahintersteckt

Alocasien gelten als schwierig, weil sie auf Veränderungen deutlich reagieren: Sie werfen Blätter ab, sobald Temperatur, Feuchtigkeit oder Wurzelgesundheit nicht stimmen. Dahinter steckt kein Zickenverhalten, sondern ihre Herkunft aus warmen, feuchten und gleichmäßigen Klimazonen. Wer Konstanz bietet, hat kaum Probleme – die meisten Verluste entstehen durch schwankende Bedingungen, nicht durch fehlende Pflege.

Licht und Wärme

Hell und indirekt ist ideal; direkte Mittagssonne verbrennt die Blätter, besonders bei panaschierten Formen. Wichtiger als viele denken ist die Temperatur: Unter etwa 18 Grad stellen Alocasien das Wachstum ein, kalte Zugluft am Fenster oder kalte Fensterbänke im Winter führen schnell zum Blattverlust. Ein warmer, zugfreier Platz ist der halbe Erfolg.

Wasser und Luftfeuchtigkeit

Alocasien mögen es gleichmäßig leicht feucht – weder austrocknend noch nass. Ein luftiges Substrat, das Feuchtigkeit hält, ohne zu verdichten, macht diese Balance überhaupt erst möglich. Hohe Luftfeuchte um 60 Prozent oder mehr beugt braunen Blatträndern vor und hält Spinnmilben fern, die an Alocasien besonders gern auftreten.

Substrat und Topf

Bewährt hat sich ein Aroid-Mix aus Rinde, Perlite und einem Anteil Sphagnum oder Kokos, der Feuchtigkeit puffert. Alocasien vertragen eher enge Töpfe gut; ein zu großer Topf hält zu viel ungenutztes, feuchtes Substrat und begünstigt Fäule an der Knolle. Beim Umtopfen lohnt ein Blick auf den Wurzelballen – dort finden sich oft kleine Corms, aus denen sich neue Pflanzen ziehen lassen.

Winterruhe ist normal

Viele Alocasien ziehen im Winter ein: Blätter vergilben und sterben ab, übrig bleibt die Knolle im Substrat. Das ist keine Krankheit, sondern natürliche Ruhephase. Reduziere das Gießen deutlich, halte die Knolle warm und leicht feucht, und dünge nicht. Im Frühjahr treibt die Pflanze in aller Regel wieder aus. Wer in dieser Phase weitergießt wie im Sommer, verliert die Knolle durch Fäule.

Typische Fehler

Die drei häufigsten sind: zu kalt gestellt, zu nass gehalten und bei Blattverlust im Winter vorschnell entsorgt. Solange die Knolle fest ist, lebt die Pflanze. Ein vierter Klassiker ist zu spätes Erkennen von Spinnmilben – bei Alocasien lohnt die regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten besonders.

Mehr Informationen zu dieser Pflanze: Besuch Aroidpedia (Alocasia)
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