Alocasia Lauterbachiana Variegata
Schmale, gezackte Schwertblätter aus Neuguinea – mit heller Zeichnung.
Mittel
So erkennst du sie
- Sehr schmale, langgezogene Blätter mit gewelltem bis gezacktem Rand
- Blattunterseite deutlich weinrot bis purpurn
- Helle Sektoren in Creme bis Gelb
- Aufrechter Wuchs mit langen, kräftigen Stielen
- Blattoberfläche glänzend, nicht samtig
Verwechslungsgefahr
Die schmale, gezackte Blattform macht die Art unter den Alocasien gut erkennbar. Am ehesten mit A. zebrina zu verwechseln – dort trägt aber der gestreifte Stiel die Schauwirkung, nicht das Blatt.
Bleibt die Zeichnung? (Chimäre – nicht stabil)
Die Pflanze besteht aus zwei genetisch verschiedenen Zellschichten: einer, die Chlorophyll bildet, und einer, die es nicht kann. Welche Schicht in ein neues Blatt gerät, entscheidet sich bei jedem Austrieb neu. Deshalb ist keine Zeichnung garantiert – dieselbe Pflanze kann komplett grün weiterwachsen (Reversion) oder rein weiße Blätter bilden, die keine Energie liefern und die Pflanze schwächen.
Beim Kauf zählt der Trieb, nicht das schönste Blatt: Ein Steckling erbt die Zeichnung nur, wenn das Auge, aus dem er treibt, beide Zellschichten enthält. Ein weißes Blatt am Steckling ist kein Beleg dafür.
Pflege in Kürze
Hell, gleichmäßig feucht, warm. Etwas robuster als die Borneo-Arten, verträgt aber ebenfalls keine Staunässe.
Woher sie kommt – und was daraus folgt
Nord-Neuguinea bis Bismarck-Archipel – ein anderer Naturraum als die meisten Alocasien im Handel. Ursprünglich in einer eigenen Gattung beschrieben; erst 1990 zu Alocasia gestellt.
Botanische Einordnung
| Akzeptierter Name | Alocasia lauterbachiana (Engl.) A.Hay |
|---|---|
| Sorte | ‚Variegata‘ – gärtnerische Auslese, kein botanischer Rang |
| Erstbeschreibung | Aroids of Papua New Guinea: 31 (1990) |
| Status | akzeptierte Art |
| Natürliche Verbreitung | Nord-Neuguinea bis Bismarck-Archipel |
| Lebensraum | feuchte Tropen |
| Wuchsform | Halbstrauch bis Strauch |
Stammt aus Neuguinea und nicht, wie die meisten Alocasien im Handel, aus Borneo oder von den Philippinen. Ursprünglich in einer eigenen Gattung beschrieben (Schizocasia) – erst A. Hay stellte sie 1990 zu Alocasia.
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