Alocasia Melo Variegata Albo
Derbe, genarbte Blätter wie eine Melonenschale – mit weißen Sektoren.
Schwer
So erkennst du sie
- Extrem derbe, genarbte Blattoberfläche, matt und fast steif
- Graugrüner Grundton, nicht glänzend
- Weiße Sektoren, oft scharf begrenzt
- Blätter breit und rundlich, dick im Substanzgefühl
- Kompakter, langsamer Wuchs
Verwechslungsgefahr
Die nächste Verwandte ist Alocasia baginda (Dragon Scale) – botanisch gilt sie als ähnlichste Art. Unterscheidungshilfe: Melo ist matter, dicker und graugrüner; Dragon Scale zeigt die deutlicher abgesetzte, schuppige Aderzeichnung.
Bleibt die Zeichnung? (Chimäre – nicht stabil)
Die Pflanze besteht aus zwei genetisch verschiedenen Zellschichten: einer, die Chlorophyll bildet, und einer, die es nicht kann. Welche Schicht in ein neues Blatt gerät, entscheidet sich bei jedem Austrieb neu. Deshalb ist keine Zeichnung garantiert – dieselbe Pflanze kann komplett grün weiterwachsen (Reversion) oder rein weiße Blätter bilden, die keine Energie liefern und die Pflanze schwächen.
Beim Kauf zählt der Trieb, nicht das schönste Blatt: Ein Steckling erbt die Zeichnung nur, wenn das Auge, aus dem er treibt, beide Zellschichten enthält. Ein weißes Blatt am Steckling ist kein Beleg dafür.
Pflege in Kürze
Anspruchsvoll und langsam: hohe Luftfeuchte, gleichmäßige Wärme, sehr luftiges Substrat. Die dicken Blätter verzeihen kurze Trockenheit besser als Staunässe.
Woher sie kommt – und was daraus folgt
Borneo, Sabah. Der Artname spielt auf die Blattoberfläche an – derb und genarbt wie eine Melonenschale. Beschrieben 1997 unter anderem von A. Hay, der auch die Black Velvet beschrieben hat.
Botanische Einordnung
| Akzeptierter Name | Alocasia melo A.Hay, P.C.Boyce & K.M.Wong |
|---|---|
| Sorte | ‚Variegata Albo‘ – gärtnerische Auslese, kein botanischer Rang |
| Erstbeschreibung | Curtis’s Botanical Magazine 14: 84 (1997) |
| Status | akzeptierte Art |
| Natürliche Verbreitung | Borneo (Sabah) |
| Lebensraum | feuchte Tropen |
| Wuchsform | Staude |
Der Artname spielt auf die Blattoberfläche an: derb und genarbt wie eine Melonenschale. Nächste Verwandte ist A. baginda (Dragon Scale) – daher die Verwechslungsgefahr zwischen beiden.
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