Alocasia Nebula Variegata Aurea
Graublauer, wie beschlagen wirkender Blattüberzug – daher der Name „Nebel".
Schwer
So erkennst du sie
- Graublauer bis silbrig bereifter Überzug auf der Blattoberfläche
- Wirkt matt und wie angehaucht, nicht glänzend
- Dunkel eingesenkte Adern, derbe Blattsubstanz
- Gelbliche Sektoren bei der panaschierten Form
- Kompakter, sehr langsamer Wuchs
Verwechslungsgefahr
Von Alocasia melo und baginda durch den bereiften, graublauen Ton zu unterscheiden – die anderen wirken bronzefarben oder silbrig-grün. Der Belag lässt sich abwischen; das ist normal und kein Schädlingsbefall.
Bleibt die Zeichnung? (Chimäre – nicht stabil)
Die Pflanze besteht aus zwei genetisch verschiedenen Zellschichten: einer, die Chlorophyll bildet, und einer, die es nicht kann. Welche Schicht in ein neues Blatt gerät, entscheidet sich bei jedem Austrieb neu. Deshalb ist keine Zeichnung garantiert – dieselbe Pflanze kann komplett grün weiterwachsen (Reversion) oder rein weiße Blätter bilden, die keine Energie liefern und die Pflanze schwächen.
Beim Kauf zählt der Trieb, nicht das schönste Blatt: Ein Steckling erbt die Zeichnung nur, wenn das Auge, aus dem er treibt, beide Zellschichten enthält. Ein weißes Blatt am Steckling ist kein Beleg dafür.
Pflege in Kürze
Sehr anspruchsvoll: dauerhaft hohe Luftfeuchte, gleichmäßige Wärme, keine Zugluft, sehr luftiges Substrat. Den Blattbelag nicht abreiben.
Woher sie kommt – und was daraus folgt
Borneo, Sarawak. Der Artname „nebula“ – Nebel – beschreibt den beschlagen wirkenden Überzug. Beschrieben im Jahr 2000.
Botanische Einordnung
| Akzeptierter Name | Alocasia nebula A.Hay |
|---|---|
| Sorte | ‚Variegata Aurea‘ – gärtnerische Auslese, kein botanischer Rang |
| Erstbeschreibung | Curtis’s Botanical Magazine 17: 16 (2000) |
| Status | akzeptierte Art |
| Natürliche Verbreitung | Borneo (Sarawak) |
| Lebensraum | feuchte Tropen |
| Wuchsform | Halbstrauch |
Der Artname „nebula“ – Nebel – beschreibt den graublauen, wie beschlagen wirkenden Blattüberzug. Beschrieben wurde die Art im Jahr 2000 von A. Hay, auf den auch Black Velvet und Melo zurückgehen.
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