Alocasia Nobilis Variegata Pink
Unter falschem Namen gehandelt – botanisch ist es Alocasia inornata.
Schwer
So erkennst du sie
- Breite, derbe Blätter mit deutlich eingesenkten Adern
- Dunkelgrüner, oft leicht bläulicher Grundton
- Helle bis rosafarbene Sektoren, meist unregelmäßig verteilt
- Kräftige, aufrechte Blattstiele
- Blattunterseite heller, Adern stark hervortretend
Verwechslungsgefahr
Die wichtigste Verwechslung ist die des Namens: „nobilis“ ist botanisch ein Synonym von Alocasia inornata. Wer unter „nobilis“ recherchiert, findet in der Fachliteratur praktisch nichts – unter „inornata“ dagegen schon.
Bleibt die Zeichnung? (Chimäre – nicht stabil)
Die Pflanze besteht aus zwei genetisch verschiedenen Zellschichten: einer, die Chlorophyll bildet, und einer, die es nicht kann. Welche Schicht in ein neues Blatt gerät, entscheidet sich bei jedem Austrieb neu. Deshalb ist keine Zeichnung garantiert – dieselbe Pflanze kann komplett grün weiterwachsen (Reversion) oder rein weiße Blätter bilden, die keine Energie liefern und die Pflanze schwächen.
Beim Kauf zählt der Trieb, nicht das schönste Blatt: Ein Steckling erbt die Zeichnung nur, wenn das Auge, aus dem er treibt, beide Zellschichten enthält. Ein weißes Blatt am Steckling ist kein Beleg dafür.
Pflege in Kürze
Anspruchsvoll: hohe Luftfeuchte, gleichmäßige Wärme, luftiges Substrat, keine Staunässe. Rosa Bereiche sind besonders lichtempfindlich.
Woher sie kommt – und was daraus folgt
Südliche Malaiische Halbinsel bis Sumatra – ein anderer Naturraum als die Borneo-Arten, die den Handel prägen. Beschrieben 1915.
Botanische Einordnung
| Akzeptierter Name | Alocasia inornata Hallier f. |
|---|---|
| Erstbeschreibung | Mededeelingen van ’s Rijks Herbarium 26: 7 (1915) |
| Status | akzeptierte Art |
| Natürliche Verbreitung | Südliche Malaiische Halbinsel bis Sumatra |
| Lebensraum | feuchte Tropen |
| Wuchsform | Staude bzw. Halbstrauch |
Der im Handel übliche Name „Alocasia nobilis“ ist botanisch ein Synonym – gültig ist A. inornata. Wer nach „nobilis“ sucht, findet in der Fachliteratur deshalb kaum etwas.
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