SortenAlocasia
AlocasiaVariegata

Alocasia Polly Variegata Pink

Alocasia × amazonica

Panaschierte Polly mit rosa Einschlag – günstig, aber selten so bunt wie auf den Fotos.

Schwierigkeit

Mittel

So erkennst du sie

Verwechslungsgefahr

Rosa Panaschierung wird im Handel häufig kräftiger dargestellt, als sie dauerhaft ist. Vorsicht auch bei der Abgrenzung zu einfach panaschierten Pollys ohne Rosaanteil – der Aufpreis für „Pink“ lohnt nur, wenn die Färbung an mehreren Blättern stabil vorhanden ist.

Bleibt die Zeichnung? (Chimäre – nicht stabil)

Die Pflanze besteht aus zwei genetisch verschiedenen Zellschichten: einer, die Chlorophyll bildet, und einer, die es nicht kann. Welche Schicht in ein neues Blatt gerät, entscheidet sich bei jedem Austrieb neu. Deshalb ist keine Zeichnung garantiert – dieselbe Pflanze kann komplett grün weiterwachsen (Reversion) oder rein weiße Blätter bilden, die keine Energie liefern und die Pflanze schwächen.

Worauf es beim Kauf ankommt

Beim Kauf zählt der Trieb, nicht das schönste Blatt: Ein Steckling erbt die Zeichnung nur, wenn das Auge, aus dem er treibt, beide Zellschichten enthält. Ein weißes Blatt am Steckling ist kein Beleg dafür.

Pflege in Kürze

Wie die grüne Polly: gleichmäßig warm, hohe Luftfeuchte, luftiges Substrat, keine Staunässe. Rosa Bereiche sind besonders empfindlich gegen direkte Sonne.

Woher sie kommt – und was daraus folgt

Kein Naturstandort – die Pflanze ist eine gärtnerische Kreuzung und kommt nirgends wild vor. Orientierung bieten die Elternarten: beide feuchttropisch und schattenverträglich.

Botanische Einordnung

Akzeptierter NameAlocasia × mortfontanensis André
im Handel meist als Alocasia × amazonica geführt
ErstbeschreibungRevue Horticole (Paris) 63: 174 (1891)
Statuskünstliche Hybride
ElternartenAlocasia longiloba × Alocasia sanderi
Natürliche Verbreitungkeine – Kreuzung aus Kultur
Lebensraumentfällt
Wuchsformnicht näher bestimmt
Gut zu wissen

Der gebräuchliche Name „Alocasia × amazonica“ ist botanisch ein Synonym; gültig ist A. × mortfontanensis. Und der Name führt doppelt in die Irre: Die Pflanze stammt nicht aus dem Amazonasgebiet, sondern ist eine gärtnerische Kreuzung zweier asiatischer Arten.

Quellen. Botanische Angaben aus Plants of the World Online, Royal Botanic Gardens Kew (Stand 26.07.2026). Grundlagen zu Chimären und ihrem Verhalten in der Gewebekultur: Texas A&M University, Plant Chimeras in Tissue Culture. Weiterführend: Aroidpedia (Alocasia)
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