Alocasia Polly Variegata Pink
Panaschierte Polly mit rosa Einschlag – günstig, aber selten so bunt wie auf den Fotos.
Mittel
So erkennst du sie
- Dunkelgrünes, glänzendes Blatt mit stark gewellter Kante und weißen Hauptadern
- Helle bis rosafarbene Sektoren, oft nur an einzelnen Blättern
- Kompakter Wuchs aus einem Rhizom, meist unter 50 cm
- Rosa Töne meist am Blattrand und an jungen Blättern am deutlichsten
- Ältere Blätter verlieren den Rosaton häufig wieder
Verwechslungsgefahr
Rosa Panaschierung wird im Handel häufig kräftiger dargestellt, als sie dauerhaft ist. Vorsicht auch bei der Abgrenzung zu einfach panaschierten Pollys ohne Rosaanteil – der Aufpreis für „Pink“ lohnt nur, wenn die Färbung an mehreren Blättern stabil vorhanden ist.
Bleibt die Zeichnung? (Chimäre – nicht stabil)
Die Pflanze besteht aus zwei genetisch verschiedenen Zellschichten: einer, die Chlorophyll bildet, und einer, die es nicht kann. Welche Schicht in ein neues Blatt gerät, entscheidet sich bei jedem Austrieb neu. Deshalb ist keine Zeichnung garantiert – dieselbe Pflanze kann komplett grün weiterwachsen (Reversion) oder rein weiße Blätter bilden, die keine Energie liefern und die Pflanze schwächen.
Beim Kauf zählt der Trieb, nicht das schönste Blatt: Ein Steckling erbt die Zeichnung nur, wenn das Auge, aus dem er treibt, beide Zellschichten enthält. Ein weißes Blatt am Steckling ist kein Beleg dafür.
Pflege in Kürze
Wie die grüne Polly: gleichmäßig warm, hohe Luftfeuchte, luftiges Substrat, keine Staunässe. Rosa Bereiche sind besonders empfindlich gegen direkte Sonne.
Woher sie kommt – und was daraus folgt
Kein Naturstandort – die Pflanze ist eine gärtnerische Kreuzung und kommt nirgends wild vor. Orientierung bieten die Elternarten: beide feuchttropisch und schattenverträglich.
Botanische Einordnung
| Akzeptierter Name | Alocasia × mortfontanensis André im Handel meist als Alocasia × amazonica geführt |
|---|---|
| Erstbeschreibung | Revue Horticole (Paris) 63: 174 (1891) |
| Status | künstliche Hybride |
| Elternarten | Alocasia longiloba × Alocasia sanderi |
| Natürliche Verbreitung | keine – Kreuzung aus Kultur |
| Lebensraum | entfällt |
| Wuchsform | nicht näher bestimmt |
Der gebräuchliche Name „Alocasia × amazonica“ ist botanisch ein Synonym; gültig ist A. × mortfontanensis. Und der Name führt doppelt in die Irre: Die Pflanze stammt nicht aus dem Amazonasgebiet, sondern ist eine gärtnerische Kreuzung zweier asiatischer Arten.
Kommentare