Alocasia Sedenii Variegata Aurea
Eine Kreuzung von 1869 – metallisch schimmernd, mit gelber Zeichnung und hohem Preis.
Schwer
So erkennst du sie
- Metallisch bis kupfrig schimmernde Blattoberfläche
- Dunkler, oft violett unterlegter Grundton
- Gelbliche Sektoren, die stark kontrastieren
- Breite, schildförmige Blätter mit tief eingesenkten Adern
- Langsamer, kompakter Wuchs
Verwechslungsgefahr
Der metallische Schimmer stammt von Alocasia cuprea, einem der beiden Elternteile – entsprechend groß ist die Verwechslungsgefahr mit reiner A. cuprea. Sedenii ist insgesamt derber und weniger stark gewölbt.
Bleibt die Zeichnung? (Chimäre – nicht stabil)
Die Pflanze besteht aus zwei genetisch verschiedenen Zellschichten: einer, die Chlorophyll bildet, und einer, die es nicht kann. Welche Schicht in ein neues Blatt gerät, entscheidet sich bei jedem Austrieb neu. Deshalb ist keine Zeichnung garantiert – dieselbe Pflanze kann komplett grün weiterwachsen (Reversion) oder rein weiße Blätter bilden, die keine Energie liefern und die Pflanze schwächen.
Beim Kauf zählt der Trieb, nicht das schönste Blatt: Ein Steckling erbt die Zeichnung nur, wenn das Auge, aus dem er treibt, beide Zellschichten enthält. Ein weißes Blatt am Steckling ist kein Beleg dafür.
Pflege in Kürze
Sehr anspruchsvoll: dauerhaft hohe Luftfeuchte, gleichmäßige Wärme, keine Zugluft, sehr luftiges Substrat. Reagiert empfindlich auf Standortwechsel.
Woher sie kommt – und was daraus folgt
Kein Naturstandort – eine gärtnerische Kreuzung aus Alocasia cuprea und A. longiloba, veröffentlicht 1869. Damit eine der ältesten Alocasia-Hybriden überhaupt.
Botanische Einordnung
| Akzeptierter Name | Alocasia × sedenii Veitch |
|---|---|
| Erstbeschreibung | The Gardeners’ Chronicle 1869: 587 (1869) |
| Status | künstliche Hybride |
| Elternarten | Alocasia cuprea × Alocasia longiloba |
| Natürliche Verbreitung | keine – Kreuzung aus Kultur |
| Lebensraum | entfällt |
| Wuchsform | nicht näher bestimmt |
Eine Kreuzung aus dem Jahr 1869 – über 150 Jahre alt und damit eine der ältesten gärtnerischen Alocasia-Hybriden überhaupt. Ein Elternteil ist A. cuprea, daher der metallische Schimmer.
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