Alocasia Cuprea Latte Variegata Aurea
Die kupfrig schimmernde Art, von der alle metallischen Alocasien abstammen.
Schwer
So erkennst du sie
- Metallisch kupfriger bis rötlicher Schimmer auf der Blattoberfläche
- Blattfläche zwischen den Adern deutlich aufgewölbt, fast blasig
- Tief eingesenkte, dunkle Adern
- Gelbliche Sektoren bei der panaschierten Form
- Kompakter, langsamer Wuchs
Verwechslungsgefahr
Von Alocasia × sedenii zu unterscheiden, die A. cuprea als Elternteil hat und den Schimmer geerbt hat – sedenii ist derber und weniger stark gewölbt. Auch A. infernalis wird ähnlich gehandelt.
Bleibt die Zeichnung? (Chimäre – nicht stabil)
Die Pflanze besteht aus zwei genetisch verschiedenen Zellschichten: einer, die Chlorophyll bildet, und einer, die es nicht kann. Welche Schicht in ein neues Blatt gerät, entscheidet sich bei jedem Austrieb neu. Deshalb ist keine Zeichnung garantiert – dieselbe Pflanze kann komplett grün weiterwachsen (Reversion) oder rein weiße Blätter bilden, die keine Energie liefern und die Pflanze schwächen.
Beim Kauf zählt der Trieb, nicht das schönste Blatt: Ein Steckling erbt die Zeichnung nur, wenn das Auge, aus dem er treibt, beide Zellschichten enthält. Ein weißes Blatt am Steckling ist kein Beleg dafür.
Pflege in Kürze
Anspruchsvoll: dauerhaft hohe Luftfeuchte, gleichmäßige Wärme, sehr luftiges Substrat. Reagiert empfindlich auf trockene Heizungsluft.
Woher sie kommt – und was daraus folgt
Borneo, Sabah. Von dieser Art stammt der metallische Schimmer, den viele gärtnerische Alocasia-Hybriden zeigen – sie ist deren gemeinsamer Nenner.
Botanische Einordnung
| Akzeptierter Name | Alocasia cuprea (K.Koch & C.D.Bouché) K.Koch |
|---|---|
| Sorte | ‚Latte‘ – gärtnerische Auslese, kein botanischer Rang |
| Erstbeschreibung | Berliner Klinische Wochenschrift 4: 141 (1861) |
| Status | akzeptierte Art |
| Natürliche Verbreitung | Borneo (Sabah) |
| Lebensraum | feuchte Tropen |
| Wuchsform | Halbstrauch |
Der metallische Schimmer, den viele Alocasia-Hybriden zeigen, geht auf diese Art zurück – sie ist unter anderem Elternteil von A. × sedenii. Früher auch als „Alocasia metallica“ geführt; dieser Name gilt heute als Synonym.
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